UKK-Strecke, Nahgebiet des Sallatunturi, 27 km

Die UKK-Wanderstrecke ist ein nationaler Wanderweg, der nach dem ehemaligen Präsidenten Urho Kaleva Kekkonen benannt ist. Die Strecke führt durch Nord-Karelien, Kainuu, Nordösterbotten und Lappland. Sie beginnt im Süden in Koli von Lieksa und endet im Norden in Tulppio von Savukoski. Urho Kekkonen wanderte die Strecke im Jahr 1957.

Bei der Betrachtung der mysteriösen Namen kann man der Phantasie freien Lauf lassen, unendlich

UKK-Abschnitt Aihkipetsi-Poropuisto-Sallatunturi-Tunturilammit- Aatsinginhauta

Der durch das Tourismuszentrum von Sallatunturi führende Abschnitt der UKK-Strecke birgt unvergessliche Landschaften von der Wildnis von Aihkipetsi bis zum Grabenbruch von Aatsinki. Auf der Strecke können kleine Tagesausflüge oder auch mehrtägige Wanderungen gemacht werden.

 

Die Sonne scheint! Es ist ein toller Anblick, wenn sich das Gesicht des runden Sallatunturi auf dem glatten, himmelblauen Wasser des Teichs Tunturilampi spiegelt. Der Fjell lächelt!

Eigentlich gibt es zwei dieser Teiche, durch einen Graben getrennt, so dass man vielleicht den Plural „Tunturilammet“ (Fjellteiche) verwenden müsste. Die Fjellteiche mit kristallklarem Wasser und dem Wesen der Wildnis... Sie liegen nur eine kurze Wanderung vom Zentrum von Sallatunturi entfernt. Sie erhalten ihr Wasser vom Boden, von den Sumpfquellen, deren Herzstück gerade einmal ein faustgroßes Loch im Boden ist. Wer öffnet und schließt denn da den Hahn? Und wieso haben die Teiche diesen Namen erhalten? „Lappland gab den Teichen ihren Namen“, glaubt ein früherer Bewohner Sallas. Sie stammen wohl aus dem Samischen. Das auf eine nördliche Hochebene oder auf einen einzelnen Gipfel weisende Wort „tunturi“ (Fjell) stammt mit Sicherheit aus dem Samischen. Zur gleichen Familie gehört wohl auch das finnische Wort „tanner“ (Feld). Vielleicht bezieht sich „tunturi“ im Namen „Tunturilampi“ auf eine ebene Fläche, einen Platz, auf ein (Schlacht)feld...

Pahakuru (Böseschlucht). Für wen war denn mal die Schlucht böse? Hat oder hatte „paha“ (böse) noch eine andere Bedeutung? Das Echo hallt, wenn man seine Frage in die Schlucht hinein ruft, aber man erhält keine weitere Antwort. Salla behält auch dieses Geheimnis für sich. Die Geschichte der Region ist auch hier von Rätselhaftigkeit gefärbt. Und das ist noch nicht das Ende der Geheimnisse. Die höchsten Erhebungen des Aatsinginhauta sind Julmoiva, Koutoiva und Haltiavaara. Spannend...

„Julmoiva“ (furchtbar). Ein früherer Mann Sallas erklärte den Namensforschern den Namen Julmoiva wie folgt: „Es bezeichnet einen furchtbaren, großen Hügel“. Furchtbar groß also, oder auch ansonsten furchtbar?

„Koutoiva“ weist vielleicht auf einen großen Weisen hin, dem wir im Gedicht des finnischen Dichters Eino Leino begegnen, in dem „Lapin Kouta“ hinter dem Fjell der größte Weise von allen war. Die Namensforscher haben allerdings vorgetragen, dass sich hinter dem Namen entweder ein Wort aus dem Nordsamischen birgt, das die Mitte von etwas bezeichnet (Koutoiva liegt mitten im Hügelgebiet von Aatsinki), oder ein Wort aus dem Samischen, das Schlange heißt.

„Haltiavaara“ (Elfenhügel) erinnert an die Beschreibung des Wissenschaftlers I. T. Itkonen, der Anfang des 20. Jahrhunderts neun Expeditionen nach Lappland durchführte: „Neben Göttern, denen geopfert wurde, kannten die Lappen auch jede Menge Elfen, die nicht vergöttert werden mussten. Die meisten kennen sie immer noch beim Namen. An einige glauben sie vielerorts immer noch, mit anderen werden nur wilde Kinder eingeschüchtert. Manche Elfen kommen nur in Geschichten und Erzählungen vor.“ Vermeintlich wurde „haltia“ auch als umschweifender Ausdruck für den Bären verwendet.

Das Wort „aihki“ hat höchstwahrscheinlich einen samischen Ursprung und bedeutet alter Baum.  Die Aihki-Kiefer – der alte und weise Waldbewohner. Die Bedeutung der Kiefer für die Ureinwohner ist auch in anderen Ortsnamen von Salla zu sehen, wie z. B. im Namen „Petservaara“.  Bei der Betrachtung der mysteriösen Namen kann man der Phantasie freien Lauf lassen, unendlich.

Schwierigkeitsstufe der Strecke

Mittelschwer - schwer

Serviceausstattung der Strecke

Die Route ist mit orangenen Streckenzeichen (bzw. roten Quadraten) markiert. In Pahakuru gibt es eine Feuerstelle, in Kolmiloukkosenlampi, Tunturilampi und Koutalampi einen Unterstand, in Siskelilampi, Kylmähete und Pitkälampi eine Kote und in Aihkipetsi eine Tageshütte.  Auf der Strecke gibt es mehrere Gräben, die überquert werden und aus denen Sie Wasser erhalten, sowie viele Teiche, aus denen Sie Wasser zum Kochen entnehmen können.

Geschätzte Dauer der Wanderung

9 – 13 Std.

Begebenheiten, Risiken und Ausrüstung für die Strecke

Der Weg ist teilweise schmal und uneben. Die nassesten Stellen sind mit Holzstegen versehen. An einigen Stellen fehlen die Holzstege  oder sind beschädigt. Vor Koutalampi ist der Pfad vielerorts überwuchert, und die Streckenmarkierungen sind schlecht zu sehen. Im Sommer empfehlen sich als Schuhwerk wasserfeste, hohe Wanderschuhe oder Gummistiefel.

Beschreibung der Naturumgebung

Bei Aihkipetsi eher Wildnis, auf der Mitte der Route bis zum Rentierpark überwiegend Wirtschaftswald, zudem mehrere kleine Sumpfgebiete und Sumpfteiche. Bei Kylmähete eher Wildnis. In Pahakuru trockener, imposanter Kiefernwald. Nach Pitkälampi Sumpfgebiet und vor Koutalampi hainähnliches Moor.

Beschreibung des Kulturumfelds

Bei der Tageshütte von Aihkipetsi imposanter Kiefernwald. Wildnisartiges, bewaldetes Moor und Fjelllandschaften.

Erreichbarkeit

Die Strecke liegt in Salla. Sie gelangen zur Strecke vom Tourismuszentrum von Sallatunturi. Die Strecke kann auch von Aihkipetsi aus begangen werden. Sie fahren ca. 20 km von Salla Richtung Kuusamo.  Bei Kallunkijärvi biegen Sie rechts ab und fahren ca. 7 km auf der Schotterstraße. Am Straßenrand finden Sie Wegweiser zur Strecke.

 

Wesentliche Information
Kontaktinformation:

puh +358 (0)16 879 250

Homepage »

Postipolku 3
98900 Salla

European Union - European Regional Development Fund Regional Council of Lapland Leverage from the EU Salla


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