Pfad des Eremiten, „Erakon polku“, 10,6 km ( Runde von Kaunisharju)

Hier suchte seinerzeit der legendäre Eremit von Salla, auch als Schneemensch bezeichnet, sich selbst. Was für ein Mann war er wohl? Er tauchte plötzlich irgendwoher auf wie der erste Schnee in der Wildnis und verschwand wie eine Bärenspur in der Natur. Er hinterließ Geschichten, Erinnerungen, Rätsel.

Der eremit trat nur in seine eigenen Fußstapfen.

Der Eremit ging seinen eigenen Weg. Er trat nur in seine eigenen Fußstapfen.

Keiner weiß genau, woher der Schneemensch in Salla erschien. Dieser Eremit ließ sich wegen der schönen Landschaften in Kaunisharju nieder. Die Oser von Kaunisharju (genauer genommen  Kauniinhaudanharju und Hanhiharju) gehören zu den interessantesten Natursehenswürdigkeiten der östlichen Wildnis. Diese Oser entstanden, als das Eis während der letzten Eiszeit begann, zu schmelzen: die Schmelzwasser sammelten an den Randgebieten des Eises feinen Sand und Kies an.

Der Eremit wohnte in seinem Zelt auch im Winter und zündete Kerzen, um sein Revier zu markieren. Die lokalen Polizisten schauten manchmal nach, wie der Mann mitten im Nichts und ohne Ausrüstung zurecht kam. „Ich bitte Sie, mein Zeltgebiet zu verlassen“, hörte man dann aus dem Zelt. Der Mann sprach also Finnisch.

 

Der Eremit war ein sonderbarer Wanderer. Wenn er auf der Landstraße ging und ein Auto entgegen kam, drehte er sich um, als ob er in die andere Richtung wollte. Im Winter trat er immer in die gleichen Spuren, wenn er zu seiner Unterkunft ging. Wenn er in das Kirchdorf von Salla ging, saß er immer im Café des Busbahnhofs. Einer behauptet felsenfest, dass unser Eremit stets eine Flasche gelber Jaffa, sprich Limonade, kaufte. Ein zweiter sagt, dass es zwei Flaschen waren und außerdem rote Limonade. Ein dritter gibt an, dass der Eremit nie eine Flasche öffnete. Sondern er saß immer vor den Flaschen und einem leeren Glas. Er war ein Eremit auch unter Menschen, mitten im Nichts.

Diese Geschichten regen dazu an, nachzudenken, was der Mensch eigentlich sowohl in seiner eigenen Natur als auch vor und inmitten der Natur ist. Hier in Salla kann man schnell in diese Gedanken eintauchen. Wenn man von der Straße einen Os betritt und hoch oder hinunter geht, ist man schon in der Wildnis, im Land des Eremiten. Abgeschieden. Losgelöst von allem. Nah an allem. Mitten im Nichts.

Schwierigkeitsstufe der Strecke

Mittelschwer.

Serviceausstattung der Strecke

Der Pfad ist mit an Bäumen befestigten blauen Quadraten markiert (auf dem Abschnitt der UKK-Strecke mit roten Quadraten). Auf der Strecke gibt es Rastplätze in Tunturilampi und Kaunisharju. In der Nähe der Unterstände befinden sich Wasserstellen. Auch die Dienstleistungen des Rentierparks sind nicht weit von der Strecke entfernt.

Geschätzte Dauer der Wanderung

3-5 Std.

Begebenheiten, Risiken und Ausrüstung für die Strecke

Die Strecke von Kaunisharju ist teilweise auch UKK-Strecke. Die Strecke und Wegweiser sind mittelmäßig klar markiert. Der Großteil der Strecke führt durch eine breite Öffnung, und im Winter gibt es eine beleuchtete Loipe. An einigen Stellen ist der Pfad uneben, und es gibt einige steilere Stellen vor allem auf dem Abschnitt Kaunisharju-Poropuisto-Sallatunturi. Im Sommer empfehlen sich als Schuhwerk Wanderschuhe oder Gummistiefel.

Beschreibung der Naturumgebung

Die Strecke umfasst abwechslungsreiches Gelände, Wirtschaftswald, trockene Heiden und Moore. An einigen Stellen gibt es sehr wildnisähnliche Abschnitte, obwohl die Besucher sich noch in der Nähe des Tourismuszentrums befinden.

Beschreibung des Kulturumfelds

Fjelllandschaften.

Erreichbarkeit

Der Startpunkt der Strecke liegt beim Tourismuszentrum von Sallatunturi (hinter dem Spa-Hotel Holiday Club Salla), von wo aus die Strecke beschildert ist.

Wesentliche Information
Kontaktinformation:

Postipolku 3
98900 Salla

European Union - European Regional Development Fund Regional Council of Lapland Leverage from the EU Salla


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