Strecke von Tuntsa, 42,8 km ( UKK-Strecke)

Eine 3-4-tägige Wanderstrecke durch das Wildnisgebiet von Tuntsa (die Route ist ein Teil der UKK-Strecke). Das Wildnisgebiet von Tuntsa ist eine imposant schöne und unendlich weit reichende Fjellwildnis. Der höchste Fjell von Salla, der Sorsatunturi mit 628,5 m über dem Meeresspiegel, liegt am Beginn der Strecke. Im Norden grenzt das Wildnisgebiet an den Naturpark Värriö an, für den der Zutritt genehmigungspflichtig ist.

Wenn der Name schon geheimnisvoll ist, kann das Gleiche auch vom Ort behauptet werden

Typisch für die Landschaft von Tuntsa sind die mit Wachholdern bewachsenen Hänge des Fjells und die mit Fichten bewachsenen Schluchten. Die Fjelllandschaft wird von Flüssen mit kristallklarem Wasser durchquert, wie z. B. den Flüssen Tuntsa- und Sorsajoki. Am heftigsten wurde die Landschaft von Tuntsa im Jahr 1960 von einem Großbrand beeinträchtigt, der immer noch der größte Waldbrand in der jüngeren Geschichte Finnlands ist. Der Waldbrand zerstörte auf finnischem Gebiet 20 000 h Wald (auf der russischen Seite ca. 100 000 ha). Die Spuren des Brands sind am besten im Gebiet Nuolusoiva - Kuskoiva zu sehen. An den Löscharbeiten beteiligten sich 500 Männer, und die anschließenden Räumarbeiten dauerten Jahre. Die Regeneration des Waldes war langsam.

 

Tuntsa, was soll ich Euch davon erzählen? Soll ich Euch etwas über den geheimnisvollen Namen erzählen, dessen Ursprung wir nicht mit Sicherheit kennen? Auf der russischen Seite heißt der Fluss Tumtša. Viele haben sich schon Gedanken über den Ursprung und die Bedeutung des Namen gemacht, aber er birgt immer noch seine Geheimnisse. Wer vergab den Namen, was für Leute waren das? Es wurde vorgetragen, dass der Name einen samischen Ursprung hat und einen rauschenden Strom oder einen tanzenden Fluss bezeichnet.

Wenn der Name schon geheimnisvoll ist, kann das Gleiche auch vom Ort behauptet werden. Auf seltsame Art bezaubert er seinen Besucher, nimmt ihn ein, verführt ihn.

 

Oder soll ich von der Nachkriegszeit erzählen, von meinem Vater berichten, der als junger Mann die unberührte Wildnis von Tuntsa erleben durfte? Oder soll ich vom Fisch meines Lebens erzählen, den ich als kleiner Junge mit meinem Bruder in der Strömung im unteren Teil von Petäjärinne eine halbe Stunde lang ermüdete und der am Ende den Kampf siegte und die Angelschnur abriss? Soll ich von den unzähligen Angelausflügen meiner Kindheit erzählen? Soll ich vom endlosen Glitzern der Sonne auf dem klarsten Wasser der Welt erzählen? Vom Gold von Nuolusoja? Vom besten Multbeerenort der Welt?

 

Tuntsa, was soll ich davon erzählen? Soll ich vom Sommer 1982 erzählen, als ich mit vielen anderen Jungs aus Salla Bäume pflanzte? Am Tag vor dem Mittsommerfest schneite es so viel, dass unser Lastwagen im Schnee stecken blieb. Die Pflänzchen erfroren, und wir haben Sie am Lagerfeuer wieder aufgetaut. Soll ich davon erzählen, wie diese Wildnis nach dem Großbrand von 1960, dem größten Waldbrand Finnlands, und der größten Waldarbeit Europas wieder zum Wachsen gebracht wurde? Dutzende von jungen Menschen beteiligen sich seit den 1960er Jahren an der Aufforstung, aber man muss wohl feststellen, dass die Natur gesiegt hat. Der Wald regeneriert sich schon, aber im eigenen Rhythmus, unter eigenen Bedingungen. Soll ich davon erzählen? Vom Brand, der hier tobte, und zwar insgesamt auf einer Fläche von 120 000 Hektar, wenn auch das Gebiet auf der russischen Seit mit einberechnet wird? Von der großen Löschoperation und der noch größeren Räumungsarbeit? Von den Hunderten und Tausenden von Menschen, die hier inmitten von Rauch und Ruß arbeiteten? Soll ich von früheren Zeiten erzählen, dem Krieg, als Blut auch das Wasser von Tuntsa färbte? Soll ich vom Kriegstagebuch erzählen, in dem gesagt wird, dass Tuntsa ein furchtbarer Fluss ist? Ein reißender Strom reißt mit. Soll ich vom Friedensschluss und den Gebietsabtretungen erzählen, davon, wie vom mächtigen Tuntsa nur noch die Seitengewässer bei Finnland blieben? Nur die Seitengewässer, oder? Tuntsas Ursprung und Geist blieben zurück, soll ich davon erzählen?

 

Tuntsa, was soll ich davon erzählen? Soll ich von der Vergangenheit des Bodens erzählen? Vom vulkanischen Ursprung, den Vulkanen? Von den ältesten Steinen Finnlands, die fast drei Milliarden Jahre alt sind? Vom merkwürdigen Steinhaufen mitten in einem ebenen Heumoor, sprich Pirunkirkko? Von seinen ultrabasischen Tiefengesteinen? Von seinen Geheimnissen, die der Wind an den Hängen von Kutskoiva flüstert?

Tuntsa, was soll ich davon erzählen? Soll ich vom einmaligen Wildnisgebiet erzählen, das 1997 gegründet wurde und über 200 Quadratkilometer umfasst? Soll ich vom im Jahr 1981 gegründeten Naturpark Värriö erzählt, der hinsichtlich seiner Naturwerte außergewöhnlich ist und über 120 Quadratkilometer groß ist?  Was soll ich von all dem, von diesen Quadratkilometern, erzählen? Soll ich von Großraubtieren und den kleinen Naturwundern erzählen? Soll ich von der Schönheit erzählen? Vom prächtigen Rücken des Fjells Peuratunturi? Von den lächelnden Rundungen von Sauoiva? Vom Fjell Sorsatunturi, der etwas südlicher über die Ruhe der Wildnis wacht?

Tuntsa. Was soll ich von all dem erzählen? Ohne dabei in zu große Worte zu verfallen... Ich schreibe vergeblich, die Worte reichen nicht. Viele haben es versucht, so auch ich...

Ja. Ich habe hier gehört, dass ein von Tuntsa verzauberter Mensch nach dem Tod zu einem Waldren wird.

 

„Wenn ich meine Augen wieder öffne, ist es schön, festzustellen, dass alles wahrlich wahr ist, keine Einbildung. Ich atme tief klare, saubere Luft ein. Die Wildnis strahlt, es ist still, geradezu feierlich. Am Felsen des gegenüberliegenden Ufers taucht ein Rentier auf, es schaut mich einen Moment lang an, läuft dann aber davon mit fliegenden Hinterläufen. Ich sehe die Bewegung des Rentiers auch im Wasser.

„Was ist das schön!“, möchte ich fast rufen, aber ich schweige. Ich schließe wieder meine Augen und denke an die Wildnis, die sich um mich herum in die Weite erstreckt, daran, dass ich gesund bin, stark genug, um zu stochern, mich in den Stromschnellen zu bewegen, hier zu leben, dass ich dieses Reichtum besitze, diese Ströme, diese kostbaren, bezaubernden Ausblicke.“ (A. E. Järvinen)

 

Zitat aus dem Blog „Ei palijon missähän“ (Nicht viel nirgendwo)

 

Vorschlag für einen Wanderplan:

1. Tag

Tuntsan Pubi - Sorsatunturi 13,8 km

Übernachten im eigenen Zelt, in der reservierbaren Hütte von Vaarinkehuma oder in der Kote von Sorsavuotso.

2. Tag

Sorsatunturi - Takkaselkä 12,1 km

Übernachten im eigenen Zelt oder in der reservierbaren Hütte von Takkaselkä.

3. Tag

Takkaselkä - Nuoluskuru 8,9 km

Übernachten im eigenen Zelt oder in der Kote von Nuoluskuru.

4. Tag

Nuoluskuru - Tuntsajoki

Informationen zu Unterkünften: Tuntsan Tunturilomat

 

Eine genauere Streckenbeschreibung erhalten Sie auf luontoon.fi

BITTE BEACHTEN! In dem Gebiet gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel und kein Mobilfunknetz (am Anfang der Strecke gibt es auf den höchsten Stellen Empfang).

 

Schwierigkeitsstufe der Strecke

Schwer

Serviceausstattung der Strecke

Ein mit orangenen Streckenzeichen markierter Pfad. An der Kreuzung von Naruskantie und Sorsajoki gibt es Wegweiser zum Tuntsanpubi, Entfernung ca. 1 km, dort Unterkünfte und Restaurant. In Vaarinkehuma und Takkaselkä gibt es jeweils eine reservierbare Hütte mit WC, Feuerstätte und Sauna. Zudem gibt es am Fuße von Sorsatunturi und Kuskoiva eine Kote mit Feuerstätte und WC.  Auf der Strecke gibt es zahlreiche Wasserstellen. Beim Überqueren des Gipfels von Jäkälätunturi gibt es keine Wasserstelle.

Geschätzte Dauer der Wanderung

3 – 4 Tage.

Sportarten, für die die Strecke geeignet ist

Bei sommerlichen Verhältnissen Wandern und bei Schnee Skiwandern.

Begebenheiten, Risiken und Ausrüstung für die Strecke

Ein schmaler und vielerorts schwer begehbarer Pfad. Nach dem Start in Tammi von Naruska führt die Strecke entlang der Straße Naruskantie bis Sorsajoki, wo es Wegweiser zum Tuntsanpubi und Vaarinkehuma gibt. Die Strecke führt entlang der Waldstraße bis an den Rand von Aitatsivaara, wonach ein Pfad bis Vaarinkehuma führt. Der Schwierigkeitsgrad des Pfads ist sehr wechselhaft. Die leichtesten Abschnitte der Strecke sind entlang der Naruskantie und der Waldstraße. Ab Aitatsivaara ist der Pfad überwiegend leicht begehbar, stellenweise ebene Kiefernwälder, später feuchterer Mischwald. Vor Vaarinkehuma wird der Pfad unebener und steinig, und beim Überqueren von Sorsakuusikko gibt es stellenweise sehr steile Auf- und Abstiege. Zudem gibt es mehrere feuchtere Stellen ohne Holzstege, und für das Überqueren des Flusses Sorsajoki ist keine Brücke vorhanden. Ab Vaarinkehuma führt der Pfad teilweise durch sehr nasse Stellen, wobei nicht überall Holzstege vorhanden sind, und stellenweise gibt es steile Auf- und Abstiege. Zudem werden zwischen Vaarinkehuma und der Kote von Sorsatunturi Gräben ohne Brücken überquert. Der kahle Gipfel des Jäkälätunturi ist ein relativ ebenes Gelände, aber der Aufstieg zum und der Abstieg vom Fjell ist steiler und unebener. Im Sommer empfehlen sich als Schuhwerk wasserfeste, hohe Wanderschuhe oder Gummistiefel.

Beschreibung der Naturumgebung

Die Naturumgebung ist sehr vielfältig und abwechslungsreich. Am Fuße der Fjelle feuchte, wildnisartige Fichtenwälder, auf den Fjellgipfeln überwiegend leicht begehbare, ebene Flechten- und Heidekrautflächen.

Beschreibung des Kulturumfelds

Prächtige Fjelllandschaften und wildnisartige Fichtenwälder. Vielseitige Natur von Naruska- und Sorsajoki, vor Vaarinkehuma wird die Landschaft karger und imposanter. Die Brandfläche von Tuntsa im Raum Kuskoiva – Nuolusoiva.

Erreichbarkeit

Gemeinde: Salla. Die Strecke liegt nördlich des Dorfes Naruska und östlich des Flusses Naruskajoki auf der UKK-Strecke zwischen Naruskas Tammi und Tuntsa. Nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.  Anfahrtsbeschreibung nach Naruskas Tammi. Sie fahren ca. 30 km von Salla Richtung Savukoski, wo Sie rechts auf die Straße Naruskantie abbiegen. Auf der Naruskantie fahren Sie ca. 47 km und biegen dann links ab. Sie fahren auf dieser Straße ca. 0,5 km und erreichen dann Tammi. Nach dem Überqueren des Flusses finden Sie Wegweiser und die Strecke auf der linken Seite. Sie können die Route auch an Tuntsanpubi oder nach dem Überqueren der Brücke von Sorsajoki starten, wenn die UKK-Strecke von der Naruskantie in Richtung Vaarinkehuma verläuft.

Wesentliche Information
Kontaktinformation:

puh +358 (0)400 269 838

Homepage »

Postipolku 3
98900 Salla

European Union - European Regional Development Fund Regional Council of Lapland Leverage from the EU Salla


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